Oberflächen für das weiche Wasser in Halle
Das Leitungswasser in Halle ist weich. Der Versorger HWS bezieht es zu 100 Prozent als
Fernwasser aus der Rappbodetalsperre und nennt 4,23 Grad deutscher Härte. Kalkränder an
Armaturen dürften daher meist schwächer ausfallen als bei hartem Wasser. Getrocknete
Tropfen sieht man trotzdem, je nach Oberfläche unterschiedlich stark.
Chrom entsteht galvanisch und verträgt jeden gängigen Badreiniger,
säurehaltige Kalklöser eingeschlossen. Tropfen fallen auf der spiegelnden Fläche auf,
verschwinden aber mit einem Wisch. Innerhalb einer Serie ist Chrom fast immer die
günstigste und am leichtesten lieferbare Ausführung.
Gebürstet heißt meist Edelstahloptik oder Nickel mit feinen Schleifspuren,
oft als PVD-Schicht, per Vakuumverfahren aufgedampft, die Chrom an Härte übertrifft.
Fingerabdrücke sieht man darauf kaum, Rückstände setzen sich in den Riefen dafür fester.
Der Aufpreis zu Chrom beträgt innerhalb einer Serie gewöhnlich ein Fünftel bis die
Hälfte.
Schwarz matt wird entweder pulverbeschichtet oder per PVD veredelt. Im
Ausstellungsraum wirken beide gleich, im täglichen Gebrauch nicht: Saure Kalkentferner
schaden der Pulverschicht, und selbst weiches Wasser hinterlässt auf Schwarz helle
Trockenränder. Die Fläche will nach jedem Duschen abgezogen werden. Ist Ihnen das zu viel
Pflege, ist Chrom die bessere Wahl.
Für das ganze Bad empfiehlt sich eine einzige Oberfläche. Zwei Fabrikate treffen bei Schwarz matt
kaum denselben Farbton, und ein Ablaufventil, das eine Nuance heller ausfällt, zieht mehr
Blicke an als die ganze Wand. Wie eine Wand ganz ohne Fugen aussieht, zeigt die Seite
fugenlose Bäder.