Bauablauf, Aufzug und Halteverbot im Überblick
Zu Beginn treffen Sie die Auswahl: Fliesen, Armaturen, Waschtisch, WC und Dusche aus
unserem Programm. Erst wenn alles da ist, beginnen wir, und das Bad entsteht ohne Pausen,
in denen ein Gewerk auf das andere wartet.
Tag eins gehört dem Schutz von Böden, Treppenhaus und Flur. Es folgt der Rückbau: Bleibt
die Zelle, gehen nur Beläge und Objekte heraus, sonst die ganze Zelle; laut wird es an diesen
zwei bis drei Tagen. Danach bauen wir Vorwand und Rohinstallation und verlegen
die Elektrik in Leerrohren mit Dosen. Auf Spachteln und Grundieren folgt die Abdichtung,
die vollständig trocknen darf, bevor die erste Fliese liegt. Zuletzt werden WC,
Waschtisch, Armaturen, Leuchten und Spiegel montiert, die Fugen gefüllt und die
Silikonfugen gezogen; nach dem Anstrich übergeben wir das Bad gereinigt.
Ein Neuaufbau dauert meist zehn bis fünfzehn Arbeitstage, eine Sanierung bei stehender
Zelle sechs bis zehn. Die einzelnen Schritte beschreiben die Seiten
Ablauf einer Badsanierung und
Zeitplan.
Der Weg für Material und Schutt ist im Plattenbau eine eigene Planungsaufgabe, die schon an
der Haustür beginnt.
Die Hochhäuser haben Aufzüge; beim Typ P2 waren die Zehngeschosser mit Fahrstuhlgängen
ausgestattet. Fünfgeschosser haben nur dort einen, wo nachgerüstet wurde, unter anderem mit
dem Aufzugsprogramm des Landes Sachsen-Anhalt; ob das für Ihr Haus gilt, klären wir vorab.
Den Aufzug melden wir bei der Verwaltung an und kleiden ihn mit Schutzplatten aus, meist zu
festen Zeiten. Im Hausflur lässt sich kaum etwas abstellen, deshalb kommt Material in
kleinen Mengen. Ohne Aufzug geht alles über die Treppe; Stufen, Kanten und die Wohnungstür
bekommen vorher Vlies, Eckschutz und Folie.
Beim Ausbau einer Betonzelle fallen als Erfahrungswert vier bis fünf Tonnen Schutt an, bei
einem gewöhnlichen Komplettbad rund anderthalb bis drei. Die Blöcke liegen um Wohnhöfe und
sind meist über Wohnstraßen erreichbar; wo ein Container stehen kann, stimmen wir mit dem
Vermieter ab. Muss er auf Gehweg oder Fahrbahn, braucht es eine Sondernutzungserlaubnis der
Stadt, schriftlich mit Lageplan beantragt, mindestens 14 Tage vor Beginn.
Für eine Halteverbotszone reichen wir die Unterlagen bei der Stadt mindestens sieben
Werktage vorher vollständig ein; die Stadt nennt daneben eine Frist von mindestens 14
Tagen, nach der wir uns richten. Die Schilder stehen drei volle Tage vor dem Termin, der
Tag des Aufstellens zählt nicht mit. Der Hausverwaltung nennen wir vorab Bauzeit und
geplante Wassersperren. Im Treppenhaus hängt ein Zettel mit Tag und Uhrzeit, und muss der
Strang abgestellt werden, erfahren die Nachbarn das spätestens einen Tag vorher. Stemmen
und Kernbohrungen legen wir auf den Vormittag, weil sich der Lärm über die Betondecken durch
das ganze Haus zieht.