Bauen im Hinterhaus, über dem Laden und im Treppenhaus
Ein Mietshaus mit Seitenflügel und Hinterhaus beherbergt viele Haushalte, in den
Geschäftsstraßen kommt das Gewerbe im Erdgeschoss dazu. Eine Badbaustelle hört das ganze Haus.
Deshalb steht vor dem ersten Arbeitstag fest, wann es laut wird.
Ein paar Tage vorher informiert ein Zettel im Hausflur über die Dauer der Arbeiten, die Termine
ohne Wasser und eine Telefonnummer für Fragen; die Hausverwaltung bekommt eine schriftliche
Nachricht. Liegt ein Geschäft unter dem Bad, sprechen wir die lauten Tage direkt mit dem Betreiber
ab. Stemmen und Kernbohrungen fallen in die ersten zwei bis drei Tage, möglichst vormittags; was
danach kommt, ist leiser. Eine Sperre am Strang kündigen wir spätestens am Vortag an.
Auch der Weg zum Bad wird geschützt. Treppenstufen bekommen Vlies, Ecken einen Kantenschutz, die
Wohnungstür eine Folie, und am Abend ist das Treppenhaus gefegt. Bei einem Komplettbad fallen nach
Erfahrungswert 1,5 bis 3 Tonnen Bauschutt an, die das Haus in geschlossenen Behältern verlassen. Die
Höfe sind oft mit Werkstätten und Garagen bebaut, für einen Container bleibt dort selten Platz.
Steht der Container auf Gehweg oder Fahrbahn, braucht er eine Sondernutzung. Der Antrag geht
mindestens 14 Tage vor Beginn schriftlich und mit Lageplan im Maßstab 1:500 an das Team
Sondernutzung / Märkte der Stadt. Die Gebühr liegt je nach Straßengruppe und Fläche bei 0,15 bis
0,22 Euro je Quadratmeter und Tag. Gestellt wird der Antrag vom Auftraggeber, die Angaben dafür
bereiten wir vor. Passt kein Container, nehmen wir verschließbare Säcke, die gesammelt abgeholt
werden.
Parkplätze sind knapp. Im August-Bebel-/Steintorviertel und Am Stadtpark gelten
Bewohnerparkzonen, und laut Stadtteilkatalog 2023 kamen auf 1.000 Einwohner rund 332 Pkw. Für den
Lieferwagen planen wir deshalb meist eine Halteverbotszone ein. Das Team Sperrungen will die
Unterlagen sieben Werktage vorher vollständig haben, nennt daneben aber mindestens 14 Tage Vorlauf;
die Schilder stehen drei volle Tage vor dem Termin, der Aufstelltag zählt nicht mit. Für ein
Haltverbot nennt die Stadt 21 Euro Gebühr, die Firma für die Schilder kommt hinzu.