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Planungstisch mit ausgedrucktem Badgrundriss
Meisterbetrieb für Badbau

Mindestmaße im Bad: welche Abstände den Ausschlag geben

60 Zentimeter Tiefe sollten vor dem WC frei bleiben. Diese Seite sammelt Bewegungsflächen, Objektmaße und Kantenabstände, mit denen auch ein kleines Bad in Halle gut funktioniert.

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Entscheidend sind Abstände, nicht Quadratmeter

Für das Badezimmer im Bestand gibt es keine feste Quadratmeterzahl. DIN-Werte sind hier Empfehlungen; zur Pflicht werden sie erst, wenn eine Bauordnung oder ein Förderprogramm es so festlegt. Über die Brauchbarkeit eines Bades bestimmen vier Größen: wie viel Boden vor jedem Objekt frei ist, wie viel Platz die Objekte selbst brauchen, welche Abstände zwischen ihnen liegen und welchen Bogen das Türblatt zieht. Vor dem WC sind 60 Zentimeter Tiefe sinnvoll, vor Waschtisch und Dusche genügen 55.

Diese Zonen dürfen sich überschneiden, und deshalb reichen für Dusche, WC und Waschtisch rund vier Quadratmeter. Am Anfang unserer Planung steht darum die freie Mitte des Raums: Zuerst klären wir, wo Sie stehen, sich bücken und drehen, danach rücken die Objekte an die Wände. Wer zuerst Keramik aussucht und sie erst später verteilt, verschenkt schnell Fläche.

Kompaktes Bad mit ebenerdiger Dusche, schmalem Waschtisch und Wand-WC

Bewegungsflächen vor WC, Waschtisch, Dusche und Wanne

Bewegungsfläche heißt der Boden vor einem Objekt, auf dem nichts stehen soll: kein Heizkörper, kein Wäschekorb, und auch ein Türblatt darf nicht hineinragen. Die DIN 68131 gibt Mindestwerte für Wohnungen an, die VDI 6000 Blatt 1 empfiehlt mehr Platz. Verbindlich ist für Ihr privates Bad keines der beiden Regelwerke, als Orientierung helfen sie trotzdem.

Objekt Bequem, B × T (cm) Knapp, B × T (cm)
Waschtisch 90 × 55 75 × 50
WC-Becken 90 × 60 75 × 55
Badewanne, an der Längsseite 90 × 55 70 × 50
Dusche, vor dem Zugang 90 × 55 70 × 50
Seitenabstand am WC 20 auf beiden Seiten 15 auf einer Seite

Die wichtigste Regel steht nicht in der Tabelle: Freiflächen dürfen sich überdecken. WC und Waschbecken benutzt niemand gleichzeitig, deshalb darf ein Bodenstreifen für beide zählen. Getrennten Platz verlangen allein Dusche und Wanne, denn wer nass aus der Kabine tritt, braucht festen Stand. Wie viel sich so herausholen lässt, zeigt unser Ratgeber zum kleinen Bad.

Platzbedarf der Sanitärobjekte in Zentimetern

Sanitärobjekt Breite (cm) Tiefe bzw. Ausladung (cm)
Waschtisch 60–100 45–55
Handwaschbecken 40–50 25–30
WC, wandhängend 35–38 49–56, gemessen ab Vorwand
WC, stehend mit Spülkasten 35–38 62–70, gemessen ab Wand
Bidet 36 54–60
Waschmaschine 60 60
Dusche, bodengleich 80–120 80–100
Wanne 150–180 70–80

Gleich zwei Posten fallen in ersten Skizzen fast immer zu klein aus. Für die Waschmaschine sind 60 mal 60 Zentimeter Stellfläche nötig und davor 60 bis 70 Zentimeter, um die Trommel zu befüllen; bei vier Quadratmetern Bad geht so fast ein Drittel des Bodens weg. Schwingt eine 80 Zentimeter breite Tür nach innen, blockiert sie knapp einen halben Quadratmeter. In Gründerzeithäusern, etwa im Paulusviertel, sitzt das Bad meist in einer nachträglich abgetrennten, schmalen Kammer von rund 3 bis 5 m² (Erfahrungswert). Dort lohnt es, die Türbreite früh nachzumessen.

Kantenabstände zwischen Objekten und Wänden

Alle Werte gelten von Kante zu Kante der Keramik, die Achse zählt hier nicht. Wer mit Achsmaßen plant, addiert jeweils die halbe Beckenbreite.

  • Seitenwand neben dem WC: wenigstens 20 Zentimeter, angenehmer 25 bis 30. Nimmt man ein Becken mit 36 Zentimetern Breite, sitzt die Achse so zwischen 38 und 48 Zentimetern vor der Seitenwand.
  • WC neben einem anderen Objekt: ebenfalls 20 Zentimeter, lieber 25, ganz gleich, ob dort ein Bidet, ein Waschtisch oder die Wanne steht.
  • Waschtisch zur Wand: 20 Zentimeter Abstand, sonst schlägt der Arm beim Waschen gegen die Fliesen.
  • Doppelwaschtisch: von Beckenmitte zu Beckenmitte mindestens 90 Zentimeter, mehr dazu beim Waschtisch.
  • Duschtür, die nach außen öffnet: Davor braucht es so viel freien Boden, wie das Türblatt breit ist, und 10 Zentimeter dazu.
  • Längsseite der Wanne bis zur Gegenwand: 55 Zentimeter. Das genügt, um sicher ein- und auszusteigen.

Wie viel Ausstattung auf welche Grundfläche passt

Grundfläche (m²) Was hineinpasst
1,2–2 WC samt Handwaschbecken, Näheres unter Gäste-WC
ab 2,5 Dusche 80 × 80 cm, WC und Handwaschbecken
ab 4 Duschfläche 90 × 90 cm ebenerdig, WC und ein 60 cm breiter Waschtisch
ab 5,5 außerdem eine Waschmaschine oder ein breiter Waschtisch (80–100 cm)
ab 6,5 Wanne 170 × 75 cm und Dusche, eng
ab 8 Doppelwaschtisch 140 cm, dazu Wanne und Dusche
ab etwa 9–10 Wendefläche 150 × 150 cm, rollstuhlgerecht

Die Tabelle rechnet mit Räumen, die ungefähr so breit wie lang sind. Ein langer, schmaler Raum mit 120 auf 330 Zentimeter erreicht genau 3,96 Quadratmeter und damit die Fläche unseres Rechenbeispiels, lässt sich trotzdem aber kaum einrichten. An der Längswand stehen eine Vorwand mit 15 Zentimetern und ein WC, dessen Keramik 49 Zentimeter herausragt: zusammen 64 Zentimeter. Für den Rest bleiben 56, also 4 Zentimeter unter dem Freimaß vor dem Becken. Der Schnitt des Raums zählt mehr als seine Fläche, im schmalen Kammerbad eines Altbaus ebenso wie im Plattenbau, etwa in der Silberhöhe, die von 1979 bis 1989 entstand.

Durchgerechnet: 180 × 220 Zentimeter Grundfläche

Für das Beispiel nehmen wir einen Raum, der 180 Zentimeter breit und 220 Zentimeter lang ist. Das ergibt 3,96 Quadratmeter; die Tür liegt an einer Stirnseite.

  • Rechts an der Längswand: eine 15 Zentimeter flache Vorwand mit schmalem Spülkasten, davor ein Wand-WC in Kurzform, Ausladung 49 Zentimeter. Ab Rohwand belegt das zusammen 64 Zentimeter.
  • Links gegenüber: ein Waschtisch, 60 Zentimeter breit und in der flachen Variante nur 45 statt 55 Zentimeter tief.
  • Gang in der Mitte: 180 minus 64 minus 45 lässt 71 Zentimeter. Vor dem WC sind 60 gefordert, vor dem Waschtisch 55; beides ist erfüllt.
  • Hinten links in der Ecke: Duschfläche 90 mal 90 Zentimeter, ebenerdig und zur Raummitte offen, mit 75 Zentimetern Standfläche davor.
  • Tür: Sie schlägt nach außen auf, im Bad geht dadurch kein Platz verloren.

Viel Reserve hat dieser Plan nicht, doch er funktioniert auf jedem Zentimeter. Eng wird es, wenn auch nur ein Maß größer ausfällt. Eine gängige 20-Zentimeter-Vorwand und eine 56 Zentimeter tiefe Keramik rauben dem Durchgang zusammen 12 Zentimeter. Übrig sind dann 59 statt 71, einer weniger, als vor dem WC frei bleiben sollte.

Sieben Stellschrauben für mehr Platz

  • Schlanke Vorwand: 8 Zentimeter flacher als das Standardelement, gewonnen auf voller Wandlänge.
  • Kurze WC-Keramik: 49 statt 56 Zentimeter Ausladung. Die 7 Zentimeter kommen genau dem Laufweg zugute.
  • Flacher Waschtisch: Mit 45 statt 55 Zentimetern Tiefe gewinnen Sie 10 Zentimeter, und zum Händewaschen reicht er voll aus.
  • Tür nach außen oder Schiebetür: Weil kein Türblatt mehr ins Bad schwenkt, wird fast ein halber Quadratmeter nutzbar.
  • Hängende Keramik: Bleibt der Boden unter WC und Waschtisch frei, wirkt der Raum größer, und das Wischen geht in einem Durchgang.
  • Heizkörper ersetzen: Fußbodenheizung oder ein schmaler Handtuchheizkörper geben eine ganze Wand frei.
  • Nischen in der Vorwand: Eine Aussparung von etwa 30 auf 60 Zentimeter in der Dusche ersetzt das Regal, ohne Boden zu belegen.

DIN 18040-2: Maße für das barrierefreie Bad

Die DIN 18040-2, Ausgabe 2011-09, arbeitet mit deutlich größeren Flächen als jede gewöhnliche Planung. Vor jedem Objekt verlangt sie 120 mal 120 Zentimeter, bei uneingeschränkter Rollstuhlnutzung 150 mal 150. Neben dem WC braucht, wer aus dem Rollstuhl umsteigt, eine freie Fläche: 90 Zentimeter in der Breite, 70 in der Tiefe. Von der Rückwand bis zur Beckenvorderkante sind es 70 Zentimeter, die Sitzhöhe mit Brille bei 46 bis 48 Zentimetern. Türen sollen mindestens 80 Zentimeter im Lichten messen, für Rollstuhlnutzer 90. Schwellen kennt die Norm nicht; sind sie technisch nicht zu vermeiden, bleiben sie unter 2 Zentimetern.

Vorgeschrieben ist die Norm für die eigene Wohnung nicht. Passt der große Flächenbedarf nicht in den Grundriss, bleiben fast immer drei Schritte möglich: eine schwellenlose Dusche, ein rutschhemmender Belag und eine verstärkte Wandzone, an der später Griffe sitzen. Mit Pflegegrad können Sie einen Zuschuss der Pflegekasse beantragen; über ihn befindet die Kasse im Einzelfall, wobei der Antrag vorliegen muss, ehe Sie jemanden beauftragen (§ 40 Abs. 4 SGB XI). Welche Lösungen in Ihrem Raum infrage kommen, zeigt unsere Seite zum barrierefreien Bad.

Wie die Maße in Ihren Grundriss kommen

Mit diesen Zahlen arbeiten wir bei jeder Planung. Als Meisterbetrieb für Badbau bringen wir über 10 Jahre Badbau in Halle mit, in allen Bauformen der Stadt: von der Gründerzeitwohnung in Giebichenstein bis zum Siedlungshaus in Frohe Zukunft. Die Reihenfolge ist überall dieselbe, zuerst kommen die freien Flächen, danach die Objekte.

Zum Ersttermin kommen wir zu Ihnen, messen Länge, Breite und Höhe des Raums, halten fest, wohin die Tür aufschlägt, und suchen Fallrohr und Anschlüsse. Gebohrt wird erst, wenn im Plan jedes Objekt seinen Platz hat. Der Termin kostet Sie nichts; anschließend bekommen Sie ein Festpreis-Angebot für die passende Aufteilung, mögliche Bedarfspositionen stehen darin einzeln mit Preis. Melden Sie sich telefonisch unter 01579 2834947 oder schreiben Sie uns über das Anfrageformular. Wer tiefer einsteigen will: Der Ratgeber Bad planen ordnet die Entscheidungen in eine sinnvolle Reihenfolge, und WC-Maße und Abstände vertieft alles rund ums WC.

Häufige Fragen

Wie klein darf ein Badezimmer sein?

Eine feste Quadratmeterzahl als Untergrenze gibt es im Bestand nicht. Den Ausschlag gibt die freie Tiefe: Vor dem WC sollten 60 Zentimeter bleiben, vor Waschtisch und Dusche jeweils 55. Ein Komplettbad mit Dusche kommt damit meist mit rund vier Quadratmetern aus, ein kleines Duschbad etwa 2,5, ein Gäste-WC schon ab 1,2. Welche Aufteilung Ihr Raum hergibt, klären wir beim kostenlosen Ersttermin.

Welche Bewegungsflächen sollte ich im Bad einplanen?

Als Faustwert gelten 90 mal 60 Zentimeter vor dem WC und 55 Zentimeter Tiefe vor Waschtisch und Dusche. In der eigenen Wohnung ist keiner dieser Werte Pflicht: Die DIN 68131 nennt Mindestmaße, die VDI 6000 Blatt 1 empfiehlt mehr, und für barrierefreie Bäder setzt die DIN 18040-2 120 mal 120 Zentimeter an. Weniger als 50 Zentimeter Tiefe machen den Alltag mühsam. Beim Termin vor Ort messen wir Ihren Raum genau aus.

Dürfen sich Bewegungsflächen überlappen?

Ja, und gerade im kleinen Bad entscheidet das über den Grundriss. Da WC und Waschtisch nie gleichzeitig benutzt werden, teilen sie sich denselben freien Boden. Liegen beide an gegenüberliegenden Wänden, reicht für sie meist ein gemeinsamer Gang mit 70 bis 75 Zentimetern Breite. Eigenen Platz beanspruchen allein Dusche und Wanne, denn beim Aussteigen auf nassem Boden zählt sicherer Stand. Wie sich das bei Ihnen umsetzen lässt, zeigen wir Ihnen am Ersttermin.

Wie weit muss das WC vom Waschtisch entfernt sein?

Zwischen den Keramikkanten sollten es mindestens 20 Zentimeter sein, besser 25 bis 30. Es zählt der Abstand der Kanten, nicht der Achsen. Ein Beispiel: Ist das Becken 36 Zentimeter breit und bleiben 20 Zentimeter Luft zur Seitenwand, befindet sich die Mitte des WCs rund 38 Zentimeter neben dieser Wand. Dasselbe Maß gilt neben Bidet und Wannenrand. Unter 15 Zentimetern stößt der Ellenbogen an. Die genaue Lage legen wir beim Aufmaß fest.

Lassen sich Wanne und Dusche auf sechs Quadratmetern unterbringen?

Ja, bei günstigem Zuschnitt, allerdings wird es eng. Wanne (170 auf 75 Zentimeter) und Duschfläche (90 auf 90) nehmen zusammen schon rund 2,1 Quadratmeter ein. Längs der Wanne und vor dem Duschzugang kommt je ein freier Streifen mit 55 Zentimetern hinzu. Angenehm wird die Kombination meist erst zwischen 6,5 und 7 Quadratmetern. Bei sechs spricht viel für eine Wanne mit 150 oder 160 Zentimetern; beim Ersttermin vergleichen wir beide Varianten.

Welche Fläche setzt ein barrierefreies Bad voraus?

Ohne Rollstuhlnutzung rund sechs bis sieben Quadratmeter, denn nach DIN 18040-2 braucht jedes Objekt davor 120 mal 120 Zentimeter Freiraum. Wer im Rollstuhl sitzt, kommt eher auf neun bis zehn: Hinzu kommen eine Wendefläche von 150 auf 150 Zentimeter, 90 auf 70 seitlich am WC und eine Tür mit 90 Zentimetern Breite. Enge Kammerbäder im Gründerzeithaus schaffen das selten, einen schwellenlosen Umbau mit tragfähiger Wand für Griffe aber fast immer.

Erfahrungen

Bewertungen bei Google

Hinter jedem Bad stehen über 10 Jahre Badbau in Halle. Ob die Arbeit gepasst hat, entscheiden danach Kundinnen und Kunden mit ihrer Bewertung bei Google, und daran messen wir uns.

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