Zwischen Trotha und Frohe Zukunft liegt ein Viertel, das die Stadt als Schwerpunkt für Wohnen im Eigentum führt. Die meisten Einfamilienhäuser der Gottfried-Keller-Siedlung entstanden in den fünfziger und sechziger Jahren, viele mit großem Garten. Das Bad liegt dort häufig im Ober- oder Erdgeschoss, hat meist ein Fenster und ist oft das einzige im Haus. Für Einfamilienhäuser der Sechziger gilt als Erfahrungswert eine Fläche von rund 5 bis 8 Quadratmetern.
Häufig zeigt der Raum noch die erste Einteilung: Wanne an der langen Wand, Becken unter dem Fenster, WC daneben. Wandfliesen hatten bis in die Siebziger meist Kantenlängen zwischen 10 und 15 Zentimetern und sitzen oft im Mörtelbett, also auf einer dicken Lage Zementmörtel statt auf dünnem Kleber. Wer sie abschlägt, trägt mehr ab, als die Fliese vermuten lässt.
Leitungen aus der Bauzeit tauschen wir in der Regel mit. Hinter neuen Fliesen und einer Abdichtung, wie sie DIN 18534 für Innenräume beschreibt, wären sie sonst für Jahrzehnte unerreichbar. Dazu kommt die Frage, wie das Bad in zwanzig Jahren genutzt wird.



