Drei Ausgangslagen bestimmen die Bäder in diesem Stadtteil, und welche bei Ihnen
zutrifft, verrät schon das Baujahr des Hauses.
Zuerst das Siedlungshaus aus den Dreißigern, oft für die Belegschaft des
Flugzeugwerks gebaut. Das Bad wurde in solchen Häusern meist nachträglich eingebaut, im
Obergeschoss oder neben der Treppe, häufig mit Fenster. Darunter liegt oft eine
Holzbalkendecke. Sie setzt dem Gewicht des neuen Bodens Grenzen und verlangt eine
Abdichtung, die elastisch bleibt. An den Wänden sitzen nicht selten noch kleine Fliesen
von 10 mal 10 oder 15 mal 15 Zentimetern im Mörtelbett.
Dann das Einfamilienhaus der Sechziger. Das Bad liegt meist im Obergeschoss und hat ein
Fenster, im Erdgeschoss gibt es manchmal ein kleines Gäste-WC. Hängen beide Räume am
selben Strang, lohnt es sich, sie in einem Zug zu erneuern; zwei getrennte Baustellen
kosten mehr.
Schließlich die Wohnung im Geschossblock, aus den Dreißigern oder aus den Sechzigern.
Das Bad ist klein, der Strang verläuft meist im Steigschacht, und die Wanne nimmt mehr Fläche
ein als alles andere. Meist steht hier der Wunsch nach einer Dusche an Stelle der Wanne.
Ob sie ganz ohne Stufe auskommt, hängt an der Höhe, die der Aufbau über der Decke
zulässt. Als Mieter brauchen Sie für jeden Umbau vorher die Erlaubnis Ihres Vermieters,
bei einer Genossenschaft also deren Zustimmung.
Eine Erhaltungssatzung haben wir für die Frohe Zukunft nach unserer Recherche nicht
gefunden. Ob Ihr Haus als Einzeldenkmal geführt wird, sehen wir uns vor dem Angebot an.
Am Baudenkmal stimmen wir die Arbeiten vor Beginn mit der Abteilung Denkmalschutz der
Stadt ab; das ist auch Voraussetzung für die Steuerbescheinigung.