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Asbest bei der Badsanierung in Halle
Wurde Ihr Bad in Halle vor 1995 zuletzt gefliest, kann im Kleber hinter den Fliesen Asbest stecken. Mit zwei bis vier Proben im Labor, zusammen 100 bis 300 Euro, ist das vor dem Abbruch geklärt.
4,9 von 5bei Googlefür unseren Betrieb in HalleWeshalb Asbest gerade im Bad ein Thema ist
Bei Asbest haben die meisten Menschen Wellplatten auf einem Garagendach vor Augen oder einen alten Nachtspeicherofen. An das Badezimmer denkt kaum jemand. Dort liegt der Faserstoff selten offen, sondern als dünne Lage im Kleber hinter den Fliesen oder unter einem alten Bodenbelag, nur wenige Millimeter dick und mit bloßem Auge nicht zu erkennen.
Dazu kommt, womit jede Badsanierung beginnt: mit dem Rückbau. Fliesen werden abgestemmt, Kleberreste abgefräst, der Estrich wird geöffnet. Gerade diese Schritte brechen das gebundene Material auf und setzen Fasern in der Raumluft frei. Solange die Fliese fest an der Wand sitzt, geht von belastetem Kleber keine Gefahr aus. Kritisch wird es, sobald Hammer und Fräse ansetzen.
Darum klären wir den Verdacht, bevor ein Angebot entsteht, und nicht erst mitten im Abbruch. Hier erfahren Sie, welche Bäder in Halle infrage kommen, wie eine Laborprobe Klarheit schafft, was Analyse und Sanierung kosten und wie sich ein Fund auf Bauzeit und Festpreis auswirkt.

Stichtag 1993: welche Bäder in Halle verdächtig sind
In Deutschland war die Verarbeitung von Asbest bis zum 31. Oktober 1993 erlaubt, ein EU-weites Verbot gilt erst seit 2005. Restbestände aus den Lagern wurden noch ein bis zwei Jahre danach verbaut. Unter Verdacht steht deshalb jedes Bad, das vor 1995 entstand oder zuletzt in dieser Zeit neu gefliest wurde.
Es kommt darauf an, wann das Bad zuletzt erneuert wurde; wie alt das Gebäude ist, spielt kaum eine Rolle. Wurde ein Bad im Paulusviertel oder in der Südlichen Innenstadt nach 1995 vollständig neu gemacht, besteht trotz Gründerzeitfassade kein Verdacht. Anders liegt der Fall, wenn das Bad in den Siebzigern oder Achtzigern eingebaut und seither nicht mehr angefasst wurde. Das betrifft Kammerbäder in unsanierten Altbauten ebenso wie Sanitärzellen in Plattenbauten, etwa in der Silberhöhe, die zwischen 1979 und 1989 entstand. Alte Rechnungen, die Hausverwaltung oder langjährige Nachbarn wissen darüber meist mehr, als ein Blick auf die Fliesen verrät.
Mit der überarbeiteten Gefahrstoffverordnung von Ende 2024 ist die Erkundung zur Pflicht geworden. Bei Gebäuden, die vor dem 31. Oktober 1993 errichtet wurden, ist vor Beginn der Arbeiten zu prüfen, ob asbesthaltige Baustoffe vorhanden sind. Auftraggeber teilen dem ausführenden Betrieb mit, was ihnen dazu bekannt ist. Im Ersttermin sprechen wir diese Punkte deshalb von uns aus an.

Fünf typische Fundstellen im alten Bad
Bäder aus der Zeit vor 1995 bergen Asbest vor allem an fünf Stellen.
Fliesenkleber. Die häufigste Fundstelle. Von 1960 bis 1990 kamen Kleber mit Asbestzusatz auf den Markt, der Anteil liegt meist unter fünf Prozent. Optisch gleicht er jedem unbelasteten Kleber. Das eigentliche Problem: Beim Entfernen einer Fliese zerbricht der Kleber darunter zwangsläufig.
Spachtel- und Ausgleichsmassen. Unter dem Kleber liegt häufig eine Schicht, die den Untergrund ebnet und ebenfalls Asbest enthalten kann, oft weniger als ein Prozent. So geringe Mengen weist erst das Rasterelektronenmikroskop nach; ein einfaches Polarisationsmikroskop übersieht sie.
Bodenbeläge. Hier gibt es zwei Varianten: harte Vinylplatten mit 25 oder 30 cm Kantenlänge, oft mit schwarzem Bitumenkleber verlegt, und Cushion-Vinyl, eine Bahnenware mit weicher, grauweißer Rückenschicht aus Asbestpappe. Die Bahnenware ist heikler, mehr dazu weiter unten.
Fensterbänke und Bauplatten. Innere Fensterbänke aus Asbestzement stammen meist aus den Sechzigern und Siebzigern. Hinzu kommen Platten hinter Heizkörpern und als Abdeckung von Revisionsöffnungen.
Abluftrohre. Bäder ohne Fenster führen die Abluft häufig über Rohre aus Asbestzement in den Schacht. Unberührt sind diese Rohre unbedenklich. Wird dort jedoch ein neuer Ventilator angeschlossen, arbeitet jemand am Rohr, und es gelten dieselben Regeln wie beim Kleber. Wie ein fensterloses Bad zuverlässig belüftet wird, steht auf der Seite Badlüftung.
Wichtig ist, wie fest die Fasern eingebunden sind. Asbestzement, Vinylplatten und Fliesenkleber halten sie in einer harten Masse, frei werden sie erst durch Brechen, Schleifen oder Fräsen. Bei Asbestpappe, Dichtschnüren und alten Rohrisolierungen sind sie dagegen nur lose gebunden, lösen sich schon bei leichtem Kontakt und machen den Ausbau deutlich aufwendiger.
Hinweise, die zählen, und solche, die täuschen
Sicherheit bringt allein die Laboranalyse. Bestimmte Beobachtungen machen einen Verdacht aber so konkret, dass eine Probe sinnvoll ist:
- Das Bad wurde vor 1995 eingebaut oder in dieser Zeit zuletzt gefliest.
- Den Boden bedecken harte Kunststoffplatten, Kantenlänge 25 oder 30 cm.
- Ein alter Rollenbelag hat auf seiner Rückseite eine weiche Pappe in Grau.
- Eine schwarze, teerartige Klebemasse haftet unter dem Belag.
- Die Fensterbank innen ist grau und hart, besteht aber weder aus Naturstein noch aus Kunststoff.
- Im Lüftungsschacht endet ein graues Rohr aus Faserzement.
Wenig taugen dagegen die Faustregeln aus Internetforen. Weder Farbe noch Härte oder Geruch des Klebers lassen einen Schluss zu. Selbst wenn alle Fliesen fest sitzen und nichts bröselt, kann darunter Asbest liegen. Schnelltests aus dem Baumarkt helfen ebenso wenig, denn weder die Entnahme noch die Nachweisgrenze sind dabei verlässlich.
Umgekehrt gilt genauso: Ist der Fliesenkleber frei von Asbest, sagt das über den Rest des Bades nichts. Kleber, Spachtelmasse und Bodenbelag stammen häufig aus verschiedenen Jahrzehnten und werden darum einzeln geprüft. Zwei negative Befunde in einem Bad von 1976 sind ein gutes Zeichen, ersetzen aber nicht die Probe vom dritten Material.

Warum Sie die alten Fliesen nicht selbst abschlagen
Dagegen sprechen zwei Gründe, und jeder wiegt für sich schwer.
Erstens das Recht. Nach der Gefahrstoffverordnung sind Arbeiten an asbesthaltigen Baustoffen verboten; ausgenommen sind nur Abbruch, Sanierung und Instandhaltung, und die dürfen allein sachkundige Fachbetriebe übernehmen. Das gilt in der eigenen Wohnung ebenso wie auf jeder anderen Baustelle. Ein Verstoß hat rechtliche Folgen. Kommt es später zu einem Schaden, prüfen Gebäude- und Haftpflichtversicherung genau, ob sie leisten müssen.
Zweitens die Gesundheit. Gefährlich sind Fasern unter drei Mikrometern Durchmesser und über fünf Mikrometern Länge, weil sie tief in die Lunge gelangen. Der Körper kann sie nicht abbauen, und bis zu einer Erkrankung vergehen oft 15 bis 40 Jahre. Eine Schwelle ohne Risiko kennt die Medizin nicht. Für die Raumluft nennt das Risikokonzept zwei Marken: 100.000 Fasern je Kubikmeter als Toleranz- und 10.000 als Akzeptanzkonzentration. Schon nach wenigen Minuten liegt ein trocken geführter Winkelschleifer in belastetem Kleber weit über beiden.
Danach betrifft das Problem nicht mehr nur das Bad, sondern die gesamte Wohnung. Über den Flur gelangen Fasern in Teppiche, Polstermöbel und Hausstaub, und ein gewöhnlicher Staubsauger verteilt sie eher, als dass er sie aufnimmt. Eine fachgerechte Reinigung der belasteten Räume kann mehr kosten als das neue Bad. Wer an dieser Stelle spart, zahlt am Ende am meisten.

Probenahme und Labor: Ablauf und Preise
Die Probenahme selbst ist in wenigen Minuten erledigt, setzt aber Erfahrung voraus. Zuerst wird die Stelle angefeuchtet, dann wird ein kleines Bruchstück Kleber mitsamt Untergrund abgelöst, in einen dichten Beutel gegeben und beschriftet. Anschließend wird die Entnahmestelle wieder verschlossen. Bohren oder Schleifen ist tabu, sonst entstünden genau die Fasern, um die es geht.
Für jede Probe verlangt das Labor 30 bis 80 Euro, nach zwei bis fünf Werktagen kommt der Befund. Spachtelmassen mit weniger als einem Prozent Asbest gehören unter das Rasterelektronenmikroskop, Preis 80 bis 150 Euro. Für die Raumluftmessung gemäß VDI 3492 sind 350 bis 700 Euro zu veranschlagen; vor dem Umbau braucht es sie selten, nach einer Asbestsanierung ist sie Standard.
Ein übliches Bad kommt mit zwei bis vier Proben aus: Wandkleber, Bodenkleber, Bodenbelag und, falls nötig, die Spachtelschicht. Für 100 bis 300 Euro klären Sie damit, ob eine Sanierung im Wert von mehreren tausend Euro auf Sie zukommt. Die Beträge sind Richtwerte; verbindlich wird es im Festpreis-Angebot nach dem Ersttermin. Den gibt es auch per Videocall, Proben nehmen wir aber nur vor Ort im Bad; ob sich dafür eine eigene Anfahrt lohnt, stimmen wir vorher mit Ihnen ab.
Was kostet es bei Ihnen?
Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.
TRGS 519: Pflichten des Sanierungsbetriebs
Weist das Labor Asbest nach, gilt die Technische Regel für Gefahrstoffe 519, kurz TRGS 519. Sie bestimmt, wer an Asbest arbeiten darf und unter welchen Bedingungen, und jede ihrer Vorgaben lässt sich auf der Baustelle nachprüfen.
- Sachkunde. An Asbest arbeiten darf nur ein Betrieb mit behördlich anerkanntem Sachkundenachweis nach TRGS 519. Während der gesamten Arbeiten ist eine sachkundige Aufsichtsperson auf der Baustelle.
- Anzeige. Spätestens sieben Kalendertage vor Beginn meldet der Betrieb die Arbeiten samt Arbeitsplan bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde des Landes Sachsen-Anhalt an.
- Ausrüstung. Einweganzüge, Atemschutz mit P3-Filter oder Gebläseunterstützung, ein Industriesauger der Staubklasse H mit Zulassung für Asbest und Wasser, damit nichts trocken bearbeitet wird.
- Abschottung. Das Bad wird luftdicht von der Wohnung getrennt, erhält eine Personenschleuse und steht ständig unter Unterdruck, üblich sind acht Luftwechsel pro Stunde.
- Entsorgung. Der Abfall kommt staubdicht verpackt und mit dem Abfallschlüssel 17 06 05 gekennzeichnet auf eine dafür zugelassene Deponie. In den Bauschuttcontainer vor dem Haus gehört er nicht.
- Freimessung. Vor der Freigabe des Raums wird die Raumluft nach VDI 3492 gemessen. Erst unter 500 Fasern je Kubikmeter ist das Bad wieder frei.
Bietet Ihnen jemand an, den Kleber ohne diesen Aufwand einfach behutsam abzutragen, verstößt er gegen geltendes Recht und lässt Sie mit den Folgen allein. Für kleine Mengen sieht die TRGS 519 Erleichterungen vor, etwa bei einer einzelnen Fensterbank. Sachkunde, Absaugung und ordnungsgemäße Entsorgung bleiben aber auch dann Pflicht. Ein komplettes Bad fällt unter keine dieser Ausnahmen.
Asbestsanierung im Bad Schritt für Schritt
Ob sechs Quadratmeter Fliesenkleber oder eine einzelne Fensterbank: Die Reihenfolge bleibt gleich. Nach dem Laborbefund schreibt der Sanierungsbetrieb den Arbeitsplan, reicht die Anzeige bei der Behörde ein, und die Frist von sieben Kalendertagen läuft. Diese Woche nutzen Sie, um Fliesen, Armaturen und Keramik auszusuchen.
Der erste Arbeitstag gehört der Abschottung. Lüftungsöffnungen und Türen werden dicht verklebt, Boden und Wände mit Folie geschützt, vor die Badtür kommt eine Schleuse, dann läuft das Unterdruckgerät an. Ausgebaut wird nass, mit einer Absaugung direkt am Werkzeug, und das Material wandert unmittelbar in den Big Bag. Danach folgen Feinreinigung und Messung; frei ist der Raum erst, wenn das Ergebnis vorliegt.
Erst danach geht es an das neue Bad: Leitungen, Abdichtung, Fliesen, zuletzt die Montage der Keramik. Wie diese Gewerke ineinandergreifen, zeigt die Seite Badsanierung Ablauf; wie lange das Ganze dauert, lesen Sie unter Bauzeit.
Für den Asbestausbau selbst kommt ein Fachbetrieb, der die Sachkunde nach TRGS 519 besitzt. Im Angebot steht, wer das ist, und sein Einsatz ist fest im Bauzeitenplan für Ihr Bad eingetragen.
Mehrkosten und Bauzeit bei einem Fund in Halle
Was die Bauzeit angeht, täuscht der erste Eindruck. Ist der Fliesenkleber belastet, braucht der Fachbetrieb drei bis sechs Arbeitstage für Abschottung, Ausbau und Reinigung; für einen einzelnen Bodenbelag reichen meist ein bis zwei Tage. Laborbefund, Anzeigefrist und Freimessung kommen hinzu und strecken den Vorgang auf zwei bis drei Kalenderwochen. Wird früh geklärt, fällt das kaum auf, weil die Fristen ablaufen, während Sie noch planen.
In Halle bewegen sich die Kosten meist in diesen Spannen:
| Befund | Mehr Bauzeit | Richtwert in Halle |
|---|---|---|
| Laboranalyse von zwei bis vier Materialproben | keine | 100–300 € |
| Asbestzement: Fensterbank oder Abluftrohr | ein Arbeitstag | 400–1.200 € |
| Vinylboden, 6 m² (Bahnenware oder Platten) | ein bis zwei Arbeitstage | 1.500–2.500 € |
| Fliesenkleber an Wand und Boden, 25–30 m² | drei bis sechs Arbeitstage | 3.000–7.000 € |
| Freimessung nach VDI 3492 am Ende | schon eingerechnet | 350–700 €, in den Sanierungszeilen bereits enthalten |
Die Sanierungszeilen enthalten Abschottung, Ausbau, Entsorgung und Messung. Mehr kostet es vor allem dann, wenn der Zugang schwierig ist: etwa ein Bad im vierten Stock eines Gründerzeithauses ohne Aufzug, ein schmales Treppenhaus oder ein Raum, den man nur durch den Wohnungsflur erreicht. Wird ohnehin alles entfernt, sinkt der Preis, weil nichts aufwendig geschützt werden muss, was bleiben soll.
Diese Beträge sind Richtwerte und kommen zur eigentlichen Badsanierung hinzu; deren Kosten schlüsselt die Seite Badsanierung Kosten auf. Verbindlich wird es im Festpreis-Angebot nach dem Ersttermin. Was im Gründerzeithaus darüber hinaus wichtig ist, erklärt die Seite Bad im Altbau.
Ein Fund ändert den Festpreis nicht
An einem Asbestfund scheitern viele Angebote. Wir behandeln ihn darum wie jedes andere Risiko alter Bausubstanz und nennen den Betrag dafür schon im Angebot.
Fällt Ihr Bad in den Verdachtszeitraum, steht die Asbestsanierung als eigene Vorbehaltsposition im Angebot. Je nach Fläche und Zugang veranschlagen wir dafür in der Regel 3.000 bis 7.000 Euro. Kommt der Befund positiv zurück, ist dieser Betrag schon vereinbart, bevor die erste Fliese fällt. Ist der Befund negativ, entfällt die Position vollständig und taucht in der Rechnung nicht auf. Über diesen Punkt muss auf der Baustelle niemand mehr verhandeln.
Oft stellt sich die Frage bei einer Badrenovierung gar nicht: Die alten Fliesen bleiben an Ort und Stelle und werden überdeckt, abgetragen wird nichts. Ob das in Ihrem Bad möglich ist, entscheiden Untergrund und Aufbauhöhe; beides sehen wir uns vor dem Angebot an.
Erwähnt ein Angebot für ein Bad von 1975 Asbest mit keinem Wort, ist es nicht günstig, sondern unvollständig. Fragen Sie nach, bevor Sie unterschreiben. Diese vier Punkte sollten schriftlich festgehalten sein:
- wer die Materialproben entnimmt und zu welchem Preis,
- ob die Sachkunde nach TRGS 519 im eigenen Haus liegt oder ein Partnerbetrieb kommt,
- welcher Betrag für einen Fund vorgesehen ist,
- wer die Kosten der Freimessung trägt.
Fehlen diese Angaben, spart das kein Geld; die Frage taucht dann nur später auf, mitten im Umbau.
Was kostet es bei Ihnen?
Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.
Wann ein anderer Betrieb besser passt
Suchen Sie nur jemanden für die Asbestsanierung und möchten das Bad danach selbst ausbauen, ist ein reiner Sanierungsbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519 die bessere Wahl. Wir übernehmen den kompletten Umbau, nicht allein den Rückbau.
Solange ein Verdacht nicht geklärt ist, schlagen wir keine Fliese ab, auch nicht auf Wunsch, gegen Unterschrift oder weil das Risiko gering scheint. Einen pauschalen Asbestzuschlag ohne Laborbefund setzen wir ebenfalls nicht an, denn jede solche Zahl wäre geraten; die bessere Alternative ist die Probe für 100 bis 300 Euro. Baustellen, die ein anderer Betrieb begonnen hat, setzen wir nicht fort, ein geöffnetes Bad ohne Befund erst recht nicht. Dort hilft zuerst ein Labor, danach ein Sanierungsbetrieb.
Ersttermin trotz offenem Asbestverdacht
Ein Asbestverdacht ist kein Grund, auf das neue Bad zu verzichten. Er gehört ins Angebot und in den Zeitplan, nicht in die laufende Baustelle, wo er jeden weiteren Termin verschiebt.
Rufen Sie uns an unter 01579 2834947, erreichbar Mo–Fr 7–16:30 Uhr; alternativ hilft das Anfrageformular weiter unten. Geben Sie dort möglichst das Jahr an, in dem Ihr Bad zuletzt erneuert wurde; schon diese Angabe zeigt, ob überhaupt ein Verdacht besteht. Anschließend vereinbaren wir den Ersttermin bei Ihnen oder als Videocall; verpflichtet sind Sie dadurch zu nichts. Am Ende erhalten Sie ein Festpreis-Angebot, das auch berücksichtigt, was unter den alten Fliesen liegen könnte.
Häufige Fragen
Welche Bäder in Halle stehen unter Asbestverdacht?
Alle, die vor 1995 entstanden oder zuletzt gefliest wurden. Erlaubt war Asbest hierzulande bis Ende Oktober 1993, Restbestände wurden danach noch ein bis zwei Jahre verarbeitet. Es zählt das Jahr der letzten Sanierung, nicht das Alter des Gebäudes: Wurde ein Gründerzeitbad 1998 neu gemacht, besteht kein Verdacht; bei einer seit den Achtzigern unveränderten Sanitärzelle oder einem Kammerbad aus den Siebzigern dagegen schon. Im Ersttermin klären wir das gemeinsam.
An welchen Stellen kann Asbest im Badezimmer stecken?
Am häufigsten im Fliesenkleber und in den Spachtelmassen darunter. Hinzu kommen Bodenbeläge, also Vinylplatten mit 25 oder 30 cm Kantenlänge und Cushion-Vinyl mit einer Rückseite aus Asbestpappe. Seltener betroffen sind Fensterbänke aus Asbestzement, Lüftungsrohre innenliegender Bäder und Dichtschnüre an Rohrdurchführungen. Harte, fest gebundene Stoffe werden erst beim Bearbeiten gefährlich, Asbestpappe schon bei Berührung. Was davon in Ihrem Bad infrage kommt, sehen wir beim Ersttermin.
Lässt sich asbesthaltiger Fliesenkleber mit bloßem Auge erkennen?
Nein. Belasteter Kleber sieht aus wie jeder andere graue Fliesenkleber, sein Asbestanteil liegt meist unter fünf Prozent, und weder Farbe noch Härte oder Geruch verraten etwas. Sicherheit bringt nur eine Materialprobe, die ein Labor untersucht. Baujahr, Bodenplatten mit 25 oder 30 cm Kantenlänge oder eine weiche Pappschicht unter altem Vinyl sind bloß Hinweise, dass sich eine Probe lohnt.
Wie viel kostet die Laboranalyse einer Asbestprobe?
Je Probe 30 bis 80 Euro; das Ergebnis kommt in zwei bis fünf Werktagen. Enthält eine Spachtelmasse nur Spuren, untersucht das Labor sie unter dem Rasterelektronenmikroskop, dafür fallen 80 bis 150 Euro an. Wer zusätzlich die Raumluft nach VDI 3492 messen lässt, zahlt 350 bis 700 Euro. Für ein durchschnittliches Bad reichen meist zwei bis vier Proben, zusammen also 100 bis 300 Euro.
Darf ich alte Fliesen bei Asbestverdacht selbst abschlagen?
Nein, nicht ohne geklärten Befund. Nach der Gefahrstoffverordnung sind Arbeiten an asbesthaltigen Baustoffen verboten, Sanierungen bleiben sachkundigen Betrieben vorbehalten. Ein trocken laufender Winkelschleifer überschreitet schon nach kurzer Zeit den Toleranzwert von 100.000 Fasern pro Kubikmeter Luft. Die Fasern landen anschließend im Staub aller Räume, und eine fachgerechte Reinigung kann teurer werden als das neue Bad. Klären Sie den Verdacht deshalb vorher mit einer Probe.
Welche Pflichten legt die TRGS 519 für Asbest im Bad fest?
Sie legt fest, unter welchen Bedingungen Abbruch, Sanierung und Instandhaltung bei Asbest zulässig sind. Der Betrieb braucht eine behördlich anerkannte Sachkunde, stellt während der Arbeiten eine sachkundige Aufsicht, erstellt einen Arbeitsplan und zeigt das Vorhaben spätestens sieben Kalendertage vorher bei der Arbeitsschutzbehörde des Landes Sachsen-Anhalt an. Hinzu kommen Abschottung mit Unterdruck, nasse Bearbeitung, Sauger der Staubklasse H, gekennzeichnete Entsorgung und eine abschließende Freimessung.
Was kostet die Asbestsanierung eines Bades mit 6 bis 8 Quadratmetern in Halle?
Meist 3.000 bis 7.000 Euro, sofern der Kleber hinter 25 bis 30 Quadratmetern Fliesen an Wand und Boden belastet ist. Diese Summe fällt zusätzlich zur Badsanierung an. Sechs Quadratmeter Cushion-Vinyl kosten 1.500 bis 2.500 Euro, eine Fensterbank oder ein Lüftungsrohr aus Asbestzement 400 bis 1.200 Euro. Schutzmaßnahmen, Ausbau, Entsorgung und Messung sind jeweils eingeschlossen; verbindlich wird es im Festpreis-Angebot nach dem kostenlosen Ersttermin.
Wie lange verzögert ein Asbestfund die Badsanierung?
Rund zwei bis drei Wochen im Kalender, aber nur drei bis sechs Arbeitstage auf der Baustelle. Den Rest machen Fristen aus: zwei bis fünf Werktage fürs Labor, sieben Kalendertage zwischen Anzeige und Beginn, ein bis zwei Tage für Reinigung und Messung. Geht es nur um einen Bodenbelag, genügen ein bis zwei Arbeitstage. Steht der Befund schon vor dem Angebot fest, verstreichen diese Fristen, während Sie das neue Bad planen.
Was gilt bei Asbestverdacht in einer Miet- oder Eigentumswohnung?
Als Mieter sprechen Sie zuerst mit dem Vermieter, denn jeder Umbau braucht ohnehin seine Erlaubnis. Informieren Sie die Hausverwaltung schriftlich und legen Sie den Laborbefund bei; bei der HWG oder einer Genossenschaft geht das Schreiben an die dortige Verwaltung. In der Eigentumswohnung brauchen Sie für Arbeiten im Sondereigentum keine Gestattung, wenn kein Miteigentümer stärker als unvermeidlich beeinträchtigt wird (§ 13 Abs. 2 WEG). Eingriffe in Steigleitung oder Gemeinschaftseigentum brauchen einen Beschluss (§ 20 Abs. 1 WEG).
Bleibt der Festpreis bestehen, wenn das Labor Asbest findet?
Ja. Für diesen Fall steht von Beginn an eine eigene Position mit konkretem Betrag im Angebot. Bei Bädern aus dem Verdachtszeitraum planen wir für die Asbestsanierung meist 3.000 bis 7.000 Euro als Vorbehalt ein. Fällt die Analyse positiv aus, steht der Preis längst fest; ist sie negativ, fällt die Zeile ersatzlos weg. Über diese Position wird auf der Baustelle nicht mehr neu verhandelt.
Bewertungen bei Google
Hinter jedem Bad stehen über 10 Jahre Badbau in Halle. Ob die Arbeit gepasst hat, entscheiden danach Kundinnen und Kunden mit ihrer Bewertung bei Google, und daran messen wir uns.
Ihr Bad in Halle
Beschreiben Sie kurz Ihr Vorhaben, oder rufen Sie einfach an. Wir kommen vorbei, sehen uns an, was geht, und nennen Ihnen einen Festpreis — Rückmeldung innerhalb eines Werktags.
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