In der gründerzeitlichen Innenstadt und im
Paulusviertel stehen vor allem Mehrfamilienhäuser.
Ihre Bäder sitzen meist in einer nachträglich abgeteilten, schmalen Kammer, als
Erfahrungswert rund 3 bis 5 Quadratmeter groß. Häufig steht eine Wanne quer, an der Wand
kleben kleine Fliesen bis 20 × 25 Zentimeter, ein bis in die neunziger Jahre verbreitetes
Maß. Nach dem Umbau sitzt die bodengleiche Dusche in der Ecke, der Waschtisch an der
freien Wand, und das WC sitzt wandhängend vor einer Vorwand mit Ablagefläche.
In den Plattenbaugebieten sieht es anders aus. Halle-Neustadt wurde 1967 als eigene
Stadt gegründet, die Silberhöhe entstand 1979 bis
1989. Das Bad ist dort meist eine Sanitärzelle, häufig ohne Fenster und mit etwa 2,5
bis 4 Quadratmetern; auf der Betondecke bleibt für einen Duschablauf erfahrungsgemäß kaum
Höhe übrig. Beispiele zeigt die Seite
Südliche Neustadt.
Da sich solche Zuschnitte von Haus zu Haus ähneln, wird im ersten Termin meist schnell
klar, was in Ihren Raum passt. Die Dusche landet oft in einer Ecke, nur selten an der
Längswand, und eine nach außen schwingende Tür bringt etwa einen halben Quadratmeter
dazu. Für Bäder unter vier Quadratmetern gibt es die Seite
kleines Bad.
Zieht ohnehin alles um, ist an das Alter schnell mitgedacht: schwellenlos duschen,
eine breitere Türöffnung, verstärkte Wände für spätere Griffe. Bei einem
Pflegegrad kommt ein Zuschuss von bis zu 4.180 Euro je Maßnahme durch die Pflegekasse in Frage; ob sie zahlt,
entscheidet sie im Einzelfall nach Ermessen (§ 40 Abs. 4 SGB XI, Stand Oktober 2026). Beantragen Sie den Zuschuss zuerst
und erteilen den Auftrag danach. Bewegungsflächen nach DIN 18040-2 erläutert
barrierefreies Bad.