Wie viel Aufwand der Transport macht, hängt in Giebichenstein oft an der Topografie: Auf
kleinem Raum liegen rund 20 Meter Höhenunterschied, und manche Straße ist steil.
Gibt es keinen Aufzug, geht das Material über die Treppe. Bevor wir tragen, schützen wir die
Stufen mit Vlies, das Geländer mit Kantenschutz und die Wohnungstür mit Folie, im Flur steht
eine Staubwand. Bei Villen führt der Weg oft durch den Vorgarten, bei Nebengebäuden über den
Hof. Ob ein Transporter nah genug an den Eingang kommt, klären wir beim ersten Termin.
Für Anlieferung und Abbruch beantragen wir bei Bedarf eine Haltverbotszone bei der Stadt. Die
Unterlagen müssen mindestens sieben Werktage vorher vollständig vorliegen, die Schilder stehen
drei volle Tage vor dem Termin. Gebühr und Schilder
führen wir im Angebot auf, den Vorlauf planen wir fest ein.
Rund 1,5 bis 3 Tonnen Bauschutt kommen bei einem kompletten Rückbau zusammen. Steht ein Container auf Gehweg
oder Fahrbahn, ist das eine Sondernutzung: Den Antrag stellt der Kunde bei der Stadt,
schriftlich mit Lageplan und mindestens 14 Tage vor Beginn. Bei Villen kann der Container auf
dem eigenen Grundstück stehen, sonst sammeln wir den Schutt in Big Bags, die verschlossen
bereitstehen und gesammelt abgeholt werden. Die Entsorgung ist Teil des Festpreises.
Hausverwaltung oder Miteigentümer bekommen einen
schriftlichen Zeitplan, im Treppenhaus hängt ein Aushang mit Tagen und Zeiten, und muss der
Strang abgestellt werden, wissen alle Parteien spätestens am Tag davor Bescheid. Was eine
Eigentümergemeinschaft beschließen muss, erklärt Bad in der
Eigentumswohnung.
Für Giebichenstein gilt die städtebauliche Erhaltungssatzung Nr. 35 von 2003, am Mühlweg die
Satzung Nr. 58 „Mühlwegviertel“ von 2012. Änderungen an Fassade, Fenstern oder
Wohnungszuschnitt brauchen hier eine Genehmigung der Stadt; das Bad innen in der Regel nicht.
Eine soziale Erhaltungssatzung gilt in Halle nach unserer Recherche nicht. Das Mühlwegviertel
ist überwiegend Denkmalbereich, und am Baudenkmal stimmen wir die Arbeiten vor Beginn mit der
Abteilung Denkmalschutz der Stadt ab.