Im Gründerzeithaus im Paulusviertel gelingt ein Erlebnisbad ebenso wie in einer Plattenbauwohnung im Stadtteil Silberhöhe. Am besten passt der Zeitpunkt, an dem die Dusche ohnehin neu entsteht. Denn vier Dinge verschwinden hinter den Fliesen: Leitung, Ablauf, Leerrohre und Abdichtung. Sie müssen feststehen, ehe gefliest wird. Brausekopf, Leuchten und Steuerung lassen sich auch Jahre danach ergänzen.
Normalerweise ist ein Bad ein Durchgangsraum: morgens kurz unter die Brause, abtrocknen, weiter. Ein Erlebnisbad gibt ihm eine zweite Rolle als Rückzugsort nach der Arbeit. Damit das funktioniert, kommen vier Zutaten zusammen, nämlich eine kräftige und doch weiche Wassermenge, feuchte Wärme, ein blendfreies Licht und ein Sitzplatz. Fünf eilige Minuten werden so zu einer entspannten Viertelstunde. Ob der Reiz bleibt, entscheidet die Technik.
Teure Fliesen oder Armaturen sind dafür zweitrangig. Was wirklich zählt, sind Durchfluss, Warmwasserreserve, Abluft und eine dichte Abdichtung. Als Faustwert passen alle vier Zutaten in Bäder ab etwa 5 m², sofern die Planung steht, bevor der Fliesenleger anfängt. Bei weniger Fläche treffen wir eine Auswahl.



