Heizmatte oder Rohrschlaufe: zwei Systeme, zwei Zwecke
Zwei Techniken stehen zur Wahl, und jede hat ihren eigenen Zweck. Bei der elektrischen Variante steckt ein Heizdraht in einem feinen Netz, das unmittelbar im Fliesenkleber verschwindet; sie macht vor allem die Fliese angenehm. Die wasserführende Variante nutzt eine Rohrschlaufe, die vom Heizkreis der Wohnung gespeist wird und das ganze Bad temperiert. Die erste sorgt für Behaglichkeit, die zweite ersetzt einen Heizkörper.
Davon hängen Höhe, Reaktionszeit, Jahreskosten und das Schicksal des alten Estrichs ab. Eine Kilowattstunde Wärme aus der Steckdose ist in unserer Beispielrechnung gut doppelt bis dreieinhalbmal so teuer wie eine aus dem Gaskessel, dem Fernwärmenetz oder der Wärmepumpe. Halle heizt überwiegend mit Erdgas, das rund 60 Prozent des Wärmebedarfs deckt, und zu rund 37 Prozent mit Fernwärme (Kommunaler Wärmeplan, März 2026). Über Ihr Bad entscheiden drei Größen: verfügbare Höhe, Belastbarkeit der Decke, vorhandene Wärmequelle.
