Häufig hängt im Altbad eine einzelne Lampe genau in der Deckenmitte, der Waschtisch dagegen sitzt an einer Seitenwand. Das betrifft das spät eingebaute Kammerbad im Gründerzeithaus in Giebichenstein ebenso wie, nicht selten, die fensterlose Sanitärzelle im Plattenbau im Stadtteil Nördliche Neustadt. Am Spiegel steht man so mit dem Rücken zur Lichtquelle. Um die Augen wird es finster, Kinn und Nase werfen Schatten nach unten, und gerade bei der Rasur oder beim Schminken bleibt das Gesicht im Halbdunkel.
Im Budget einer Sanierung macht das Licht nur einen geringen Anteil aus, im fertigen Raum prägt es fast alles. Auch eine Renovierung ohne Arbeiten an den Leitungen erlaubt es, die Helligkeit anders zu verteilen. Wo eine bodengleiche Dusche entsteht, bekommt sie gleich im Plan einen eigenen Leuchtpunkt. Über Leuchten reden wir daher in derselben Runde wie über Fliesen und Armaturen, lange bevor die Handtücher einziehen.
Im Folgenden geht es um die handwerkliche Seite, also um Montageort, Schutzart und Schaltung jeder einzelnen Leuchte. Wie aus mehreren Leuchten ein Plan mit Lichtebenen und abrufbaren Szenen entsteht, beschreibt das Lichtkonzept fürs Bad.



