Die fünf Trennstellen im Rohbau
Die Wanne. Getragen wird sie von einem Formteil aus Hartschaum, nie von einem
Mörtelbett und nie von Füßen, die unmittelbar auf dem Estrich stehen. Rundherum trennt ein Dämmstreifen
sie vom Boden, und an der Wand bleibt eine elastische Fuge statt einer harten Klebernaht.
Die Duschfläche. Für den Ablauf gilt dasselbe: Ruht er auf der Rohdecke und ist
außerdem fest vom Estrich umschlossen, trägt er jedes Plätschern ins Haus. Welche Bauart wie hoch
aufbaut, erklärt bodengleiche Dusche. Beim Schall verlangt vor
allem der Wandablauf eine Abwägung. Sein Gehäuse verschwindet rund 70 Millimeter tief in der Vorwand,
daher genügen am Boden 70 bis 100 Millimeter von Rohdecke bis Fliese. Dafür wandert das Ablaufgeräusch
in die Vorwand, ungünstig bei Nachbarn hinter der Wand.
Das WC. Zwischen Keramik und Montagegestell liegt ein Dämmset, und auch die
Befestigungsschrauben stecken in Kunststoffhülsen, damit das Becken nirgends hart aufliegt. Wie viel
Platz das WC braucht, zeigt WC-Maße und Abstände.
Das Vorwandgestell. Trennstreifen lösen das Ständerwerk von Boden, Wand und Decke,
der Zwischenraum wird vollständig mit Mineralwolle gefüllt und doppelt beplankt. Hartschaum leitet Schall
weiter, deshalb kommt nur Faserdämmstoff infrage. Die Rohre hängen am massiven Bauteil,
nicht am Blechprofil. Hat die Wand dahinter eine Masse unter 220 Kilogramm je Quadratmeter, wird sie
selbst zur schwingenden Fläche, ähnlich dem Fell einer Pauke.
Das Abwasserrohr. Was viele als Lärm der Nachbarn beschreiben, ist meist das Rauschen
im Fallrohr. Ein einfaches HT-Rohr lässt Spülgeräusche fast ungebremst durch, ein mineralverstärktes
Dreischichtrohr ist deutlich leiser, und wo das alte Rohr bleiben muss, hilft eine Ummantelung aus
Verbundmatte. Gehalten wird es von Schalldämmschellen, deren Gummieinlage Bügel und Rohr trennt. Die
lauteste Stelle bleibt der Bogen am Fuß des Strangs, wo das Wasser aufschlägt.
Auch der Leitungsdruck spielt mit. Eine Armatur der Geräuschklasse I erzeugt weniger als 20 Dezibel.
Hält zusätzlich ein Druckminderer den Ruhedruck bei rund 3 bar, fehlen dem Zapfen die lauten
Spitzen. Beim Ventilator lohnt ein Blick auf den Schallpegel, mehr dazu unter
Bad lüften.