Lettin liegt am nordwestlichen Stadtrand oberhalb eines Saalebogens, nördlich der Dölauer Heide und rund 6 Kilometer Luftlinie vom Marktplatz entfernt. Im Westen reicht das Naturschutzgebiet Lunzberge bis an den Fluss. Ende 2023 lebten in der Ortslage 1.062 Menschen, im Mittel 50,6 Jahre alt, und rund 30 % von ihnen waren 65 oder älter. Ein neues Bad soll hier oft auch im Alter noch passen.
Das frühere Heide- und Fischerdorf steht auf Porphyrfelsen. Nach einem Brand im Jahr 1636 wurden die meisten Höfe neu errichtet, und viele Wohnhäuser stammen aus dem 17. und frühen 18. Jahrhundert: ein oder zwei Geschosse, Bruchstein oder Putz, darüber die Domäne auf dem Felsen. Am Ortseingang an der Nordstraße folgen zweigeschossige, teils unverputzte Ziegelbauten aus der frühen Industriezeit; das Porzellanwerk des Ortes wurde 1858/1859 gegründet. Seit 1990 wird der Bestand saniert, und neue Wohnhäuser sind dazugekommen.
Für die Bebauung zur Saale hin gilt die städtebauliche Erhaltungssatzung Nr. 43 nach § 172 BauGB. Änderungen an Fassade, Fenstern oder Wohnungszuschnitt brauchen hier eine Genehmigung der Stadt; das Bad innen in der Regel nicht. Wer ein Badfenster vergrößern will, stellt also vorher einen Antrag bei der Stadt. Baudenkmale sind etwa die romanische Kirche St. Wenzel und die Turmholländerwindmühle am Windmühlenweg. Am Baudenkmal stimmen wir die Arbeiten vor Beginn mit der Abteilung Denkmalschutz der Stadt ab; das ist auch Voraussetzung für die Steuerbescheinigung.


