Für kalibriertes Feinsteinzeug genügen 2 Millimeter, für Großformat braucht es ab 3, für
Keramik 3 bis 5. Ein mittlerer Grauton hat sich bewährt, auf dem Duschboden lohnt
Epoxidharz.
Wie breit gefugt wird, hängt an der Maßhaltigkeit der Fliese und nicht am Geschmack.
Kalibrierte Ware ist genau geschliffen und kommt mit 2 Millimetern aus, große Formate
verlangen wenigstens 3, ungenauer gebrannte Keramik 3 bis 5. Darunter wird es riskant: Keine
Fliese hält ihr Nennmaß exakt, der Belag bewegt sich mit Temperatur und Feuchte, und eine zu
schmale Fuge bekommt Risse.
Wo zwei Flächen zusammenstoßen, an Ecken, am Wand-Boden-Übergang und an Anschlüssen, wird
elastisch mit Silikon gefugt. Diese Wartungsfuge nach DIN 52460 sieht man sich in Abständen an
und erneuert sie bei Bedarf; das ist normale Pflege, kein Mangel.
Farblich treffen Sie mit Mittelgrau die sichere Wahl, gern einen Ton tiefer als der Belag.
Weiß wird unter der Dusche oft binnen zwei Jahren schmutzig grau und malt auf dunklen Platten
ein Raster, das jede kleine Abweichung zeigt. Grau altert, ohne dass man es merkt. Das Bild
bleibt ruhig.
Am Duschboden empfiehlt sich Epoxidharz statt Zementmörtel. Das Material saugt kein Wasser,
bleibt farbecht und wird mit einem nassen Lappen wieder sauber. Es lässt sich langsamer
verarbeiten und kostet deshalb mehr, doch dort, wo täglich Wasser steht, rechnet sich das.
Ganz ohne Fugenlinien geht es nur mit einem anderen Belag, nicht mit Fliesen: einer
mineralischen Beschichtung, die man in mehreren Lagen spachtelt und die keine einzige Fuge
hat. Schichtaufbau, Preisvergleich mit Feinsteinzeug und technische Grenzen behandelt
fugenloses Bad.